Erhalt der Leistungsfähigkeit

Die moderne Arbeitswelt ist durch zunehmende Komplexität gekennzeichnet. Neue Technologien und Arbeitsverdichtung führen zu steigenden mentalen Anforderungen bei der Arbeit, die nicht ohne Folgen auf die Mitarbeiter bleiben.
Mit einem geeigneten Frühwarninstrument können belastende Faktoren erkannt und in Folge geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Arbeit und damit zum Erhalt der Leistungsfähigkeit umgesetzt werden. Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungsfaktoren erfüllt genau diese Funktion (§5 ArbSchG).

unser Vorgehen

Gemeinsamwird im ersten Schritt das Vorgehen sowie die Zeitplanung festgelegt.  Wir passen die Inhalte und die Durchführung Ihren Bedürfnissen an. Für die Beurteilung eigenen sich verschiedene Methoden:

Methoden zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung

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Mitarbeiterbefragung

Wir bieten umfassende Begleitung und Beratung: Auswahl des Fragebogens, Anpassung, Vorbereitung, Bereitstellung aller benötigten Materialien, Auswertung, Erstellung eines Berichts und Präsentation der Ergebnisse. Für die Befragung setzen wir Fragebögen nach wissenschaftlichem Standard ein. 

Mit einem Fragebogen werden betriebliche Stärken und Schwächen im Arbeitsumfeld, im Führungsverhalten, in Abläufen und Strukturen und in der Unternehmenskultur identifiziert. Es entsteht ein repräsentatives Bild von den persönlichen Einschätzungen und Meinungen der Mitarbeiter/-innen (subjektive Ebene).

 

Begehung / Beobachtungsinterviews

Unser Baukasten enthält mehrere Module zu unterschiedlichen Themen. Damit kann schnell und einfach ein Werkzeug zusammengestellt werden, das eine transparente Bewertung ermöglicht.


Kernmodule: Komplexität & Variabilität, Handlungs- & Zeitspielraum,
Kommunikation & Information, Organisation, Soziale Arbeitsbedingung
Zusatzmodule: Verantwortungsumfang, Qualifikation, Monotonie, Arbeitsumgebung

Die Beurteilung erfolgt mit unserer Begleitung gemeinsam im Team.  
Pro Tag können etwa sechs Tätigkeitsgruppen beurteilt werden.

 

Analyse-Workshop / Gesundheitszirkel / Arbeitssituationsanalyse

Workshops sind für die Gefährdungsbeurteilung kleiner Gruppen ideal. Sie können auch für die Feinanalyse nach der Begehung oder Befragung genutzt werden, um die Ursachen für Fehlbelastungen zu analysieren und Ideen für Maßnahmen zu generieren. 

 

auf Wunsch: individuelles Verfahren

Jedes Unternehmen ist anders. Deswegen empfehlen wir als ersten Schritt, eine systematische Bestandsaufnahme vorzunehmen (bspw. Fehl- und Weiterbildungszeiten, Stellenprofile, bereits durchgeführte Gefährdungsbeurteilungen). Das Ergebnis wird mit der Leitlinie der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ abgeglichen. Das ist die Grundlage für ein individuelles Konzept, das wir nach Festlegung der Inhalte entwickeln

Ein zentraler Baustein ist die Qualifizierung eines internen Expertenteams zur eigenverantwortlichen Durchführung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei der Arbeit.

 

Der Prozess

Die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist ein klar gegliederter Prozess, der in einen Regelkreis mündet (Schritte 5-8). Wichtige Bestandteile sind die interne Konsensfindung und die Implementierung von Strukturen zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Arbeit (Organisations- und Personalentwicklung, Betriebliches Gesundheitsmanagement).

Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei der Arbeit 

  1. Bestandsaufnahme
  2. Festlegung der Inhalte und Methode
  3. Erstellung der Verfahrensbeschreibung
  4. ggf. Schulung des Kernteams
  5. Durchführung der Gefährdungsbeurteilung
  6. Maßnahmenfindung
  7. Umsetzung der Maßnahmen
  8. Wirksamkeitskontrolle / Evaluation

Inhalt und Umfang hängen von den lokalen Erfordernissen ab.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Rechtssicherheit
  • ermöglicht effektive Maßnahmen
  • kontinuierlicher Verbesserungsprozess Qualität der Arbeit
  • Quantifizierung von Belastungsfaktoren
  • Transparenz
  • Konensfindungsprozess

 

Zum Hintergrund

Eine Gefährdungsbeurteilung ist gesetzlich vorgeschrieben (§5 ArbSchG). Eine Gefährdung ist ein Zustand oder eine Situation, in der die Möglichkeit des Eintritts eines Gesundheitsschadens besteht. Wir benutzen das erweiterte Anforderungs-Kontroll-Modell, um auftretende Belastungsfaktoren anhand der Merkmalsbereiche Anforderung bei der Arbeit, Handlungsfreiheit bei der Arbeit und soziales Klima zu beurteilen. Das Ergebnis ist eine Standortbestimmung innerhalb des  Modells, das die Dimensionen Anforderungen bei der Arbeit, Handlungspielraum und soziale Unterstützung enthält:

biopsychosoziales Stressmodell

 Quelle: http://www.it.uu.se/edu/course/homepage/hcinet/ht04/lectures/lecture7/karasek.gif

Hohe Anforderungen bei der Arbeit, geringer Handlungsspielraum und schlechtes soziales Klima können eine körperliche Stressreaktion verursachen, die langfristig gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben kann.

Psychische Belastungen messen

unser Artikel in ManagerSeminare, Extraheft Gesundheit; November 2016; http://www.managerseminare.de/

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Neues Systemprodukt

Gemeinsam mit unserem Partner IT Docs entwickeln wir eine anwenderfreundliche Software zur Durchführung von Begehungen / Beobachtungsinterviews und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei der Arbeit.

Der Verkaufsstart ist das erste Quartal 2018.


Pressemitteilung

Das Netzwerk-psychGB führte am 04.05. in der HFG Ulm eine Informationsveranstaltung durch, die Möglichkeiten aufzeigte, wie die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz praktikabel durchgeführt werden kann, und welchen vielfältigen Nutzen die Unternehmen daraus ziehen können.
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Praxisbeispiel Begehung

 Praxisbeispiel: Gefährdungsbeurteilung im Rahmen einer Begehung

Wir haben auf der A+A in Düsseldorf ein ein Praxisbeispiel vorgestellt, wie im Rahmen einer Begehung / Beobachtungsinterviews belastende Faktoren transparent quantifiziert und beurteilt werden können. Download